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Meine schwerste Entscheidung
Veröffentlicht am 29.01.2026 / 05:45
Sie kann beides: Richtig hart verhandeln – und richtig hart feiern. Katharina Dröge ist eine der wichtigsten Gegenspielerinnen von Kanzler Friedrich Merz und eine leidenschaftliche Karnevalistin. Und das, obwohl die Grünen-Fraktionschefin gar keine echte Rheinländerin ist, sondern aus dem Münsterland kommt.
Schlagartig berühmt wurde Dröge, als sie sich nach der Bundestagswahl in einer flammenden Rede den damaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz vorknöpfte. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt die Volkswirtin, wie der CDU-Chef in jenen Tagen versuchte, die Grünen ins Boot zu holen, um das gigantische Schuldenpaket zu beschließen. Es ist ein Politkrimi: Es geht um den berühmten Mailbox-Anruf von Merz, um schlechtes Timing und alte Rechnungen und den Moment, als Dröge auf einmal Alexander Dobrindt retten musste.
Dass Dröge hart kämpfen kann, wenn sie will, musste auch schon ein anderer alter Politikprofi erleben: Bei der Bundestagswahl gewann Dröge ihren Kölner Wahlkreis knapp vor SPD-Mann Rolf Mützenich. Aber eigentlich kein Wunder: Dröge und Köln – das funktioniert. Ihre Karnevalsgesellschaft heißt „Schnüsse Tring 1901 eV.“, und auf die Frage, wie man das vom Kölsch ins Hochdeutsche übersetzt, antwortet Dröge wie aus der Pistole geschossen: „Tring steht für Katharina und Schnüsse heißt eigentlich große Klappe“. Passt.
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Produktion: Simon Eichinger, Alexandra Schaller
Copyright-Vermerk: FUNKE Foto Services
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