Meine schwerste Entscheidung

Spitzenpolitikerinnen und -politiker im Gespräch

#42 Franziska Brantner über das Ende von Nord Stream, Putins wahre Ziele - und das Käpsele Özdemir

Meine schwerste Entscheidung

Veröffentlicht am 04.06.2026 / 05:50

Anmerkungen

Die heutige Grünen-Chefin musste einen Weg finden, die Inbetriebnahme der Nordsee-Pipelines Nord Stream 2 zu stoppen – bevor Russland die Ukraine überfällt und ohne dass es Deutschland Milliarden Euro kostet.

Im Gespräch mit Jochen Gaugele und Theresa Martus erzählt Brantner, wie groß die Widerstände damals waren, was ihr geholfen hat, die Pipelines zu stoppen, und wie zwei Tage vor der Vollinvasion Russlands in der Ukraine die entscheidende Unterschrift kam. Dass aus Russland doch irgendwann wieder Gas nach Deutschland kommen könnte, hält sie für ausgeschlossen. Es hätten hoffentlich alle gemerkt, dass eine Abhängigkeit von Russland für die Bundesrepublik „sehr schädlich und sehr, sehr teuer und gefährlich“ sei, sagt Brantner.

Die Co-Vorsitzende der Grünen blickt auch auf die heutige Sicherheitslage in Europa – und warnt, dass die deutschen Investitionen in Verteidigungsfähigkeit bei den europäischen Nachbarn auch Sorge auslösen. Dort gebe es gegenüber Deutschland die Haltung: „Ihr sollt stark sein, aber nie allein, sondern immer mit uns zusammen“, so Brantner. „Ich glaube, da haben wir eine Aufgabe als deutsche Politikerinnen und Politiker, das im Blick zu haben.“


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