Meine schwerste Entscheidung

Spitzenpolitikerinnen und -politiker im Gespräch

Alois Rainer über die dunkle Seite des Landlebens, robuste Frauen und Wurst in der Dose

Meine schwerste Entscheidung

Veröffentlicht am 13.10.2026 / 05:50

Anmerkungen

Alois Rainer ist auf den ersten Blick genauso, wie man sich einen CSU-Politiker vorstellt: heimatverbunden, konservativ, streng erzogen. Und dann auch noch gelernter Metzger. Ein harter Typ also, der seine Gefühle im hintersten Schuppen vergräbt? Ganz und gar nicht: Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jan Dörner zeigt sich Rainer von einer sehr persönlichen Seite, erzählt vom Sterben seines Vaters, von seiner tiefen Bewunderung für seine Mutter und vom Aufwachsen mit sechs älteren Schwestern. Im Kern aber geht es ihm um eine immense Sorge: Die Selbstmordrate unter Landwirtinnen und Landwirten liegt in Deutschland weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Warum das so ist – und warum Bauern mit Druck oft anders umgehen als Bäuerinnen – darüber sprechen Jan und Julia mit dem Minister.

Auch seine „schwerste Entscheidung“ steht in diesem Zusammenhang: Als der Bundestag 2015 ein strenges Verbot von gewerblichen Sterbehilfevereinen beschloss, gehörte Rainer auch wegen seiner eigenen Erfahrungen auf dem Land zu den Befürwortern der Regelung. Das Bundesverfassungsgericht erklärte das Verbot später für verfassungswidrig, eine neue Regelung ist noch nicht gefunden. Im Podcast sagt Rainer, warum er nach wie vor findet, dass es ein Verbot der kommerziellen Suizidhilfe nötig wäre. Je selbstverständlicher Sterbehilfe werde, glaubt er, desto eher könnten sich alte oder kranke Menschen als Ballast fühlen.


Wichtiger Hinweis und Hilfsangebote

In dieser Folge sprechen wir über Suizid und Sterbehilfe. Die Inhalte können für Menschen, die sich selbst in einer psychischen Krise befinden oder Suizidgedanken kennen, belastend sein. Wenn du selbst oder ein Mensch in deinem Umfeld Unterstützung braucht, stehen kostenlose Hilfsangebote zur Verfügung:

  • TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 – rund um die Uhr erreichbar; auch online unter telefonseelsorge.de
  • Nummer gegen Kummer: 116 111 – für Kinder und Jugendliche
  • Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533
  • Akute Notfälle: Wenn unmittelbare Gefahr für das Leben besteht, wähle bitte den Notruf 112.

Mehr zu Alois Rainer:


Deutscher Bundestag

Instagram


Mehr zu Dr. Julia Emmrich:

Autorinnenprofil

LinkedIn

Twitter


Mehr zu Jan Dörner:

Autorenprofil

LinkedIn

Twitter